Arp Schnitger-Orgel Steinkirchen

Im Jahre 1522 wurde eine kleine Orgel von einem unbekannten Orgelbauer in Steinkirchen hergestellt, die erste Orgel in das Alte Land. Die Register Octav 4' und Octav 2' aus dieser erste Orgel sind erhalten geblieben und befinden sich nun in das Hauptwerk der Schnitger-Orgel. Auf den Pfeifen der Oktav 4' sind gotischen Buchstaben angebracht.

In 1581 wurde Dirck Hoyer in Hamburg (Schwiegersohn vom Orgelbauer Jacob Scherer) beauftragt, die alte Orgel mit einem zweiten Manual zu erweitern.  Im Hauptwerk der aktuellen Orgel sind die Register Quintadena 16 ', Rohr Flöt 8' und Nassat 3' anwesend; im Brustwerk noch das Krumphorn 8'. Registers die mehr als 400 Jahren gespielt wurden und noch in gutem Zustand sind, lassen einen ungeahnten Klangreichtum hören.

In 1685 wurde Arp Schnitger den Auftrag verleiht zum Bau einer neuen Orgel auf der damals gebaut Westgalerie. Schnitger baute eine Orgel mit Hauptwerk, Brustwerk und Pedal. Die Pedalregister platzierte er in den freistehendes Pedal Türme, einer der wenigen Schnitger-Orgeln mit freistehenden Pedal Türme. In dieser Orgel sind die sechs genannten jahrhundertalte Register aufgenommen.

1947/1948 arbeitete Rudolf von Beckerath in Hamburg an der Orgel. Dies geschah mit großem Respekt für die Orgelbaukunst von Arp Schnitger, die als die wichtigsten Orgelbauer aus der Zeit des Barocks erkannt wird. Somit wurde der Klang dieses Instruments sehr gut erhalten und weitreichende Änderungen sind unterlassen geblieben.

Rudolf von Beckerath (Hamburg) renovierte die Orgel in 1987 wurden, wobei die ursprünglichen Schnitger Manualen und die Balganlage rekonstruiert wurden.

Im Jahr 2012 erfolgte eine sorgfältige gänzliche Restaurierung. Dies wurde von Rowan West (Altenahr) durchgeführt. Der Winddruck wird dann reduziert (74 mm WS), das Hauptwerk bekam eine neue Mixtur, die Stimmung wurde angepasst (3/4Ton über Normal, Bach-Kellner).

    Brustwerk
 1. Gedackt           8’
 2. Rohr-Flöth        4’
 3. Quinte             3’
 4. Octav              2’
 5. Spitz-Flöth       2’
 6. Tertzian      2 Fach
 7. Scharf  3 - 5 Fach
 8. Krumphorn        8’

Tremulant hele orgel
     Pedal
 1. Principal         16’
 2. Octav             8’
 3. Octav             4’
 4. Nachthorn       2’
 5. Rausch-Pfeiffe 2 F. 
 6. Mixtur     4 - 5 F.
 7. Posaun           16’
 8. Trompet          8’
 9. Cornett           2’

 
Klänge eines Sample set

Helmut Maier von OAM (Organ Art Media) hat die Klängen von diesem besondere Arp Schnitger-Orgel in den Samples gespeichert. Leider nutzt er ein sehr altmodisches Stereo-System, mit Mikrofone in einem Kunstkopf. Die Rundfunk- und Ton Studios sind jemals mit diesem Stereo-System gestartet, sondern weil es nicht reichte wurde es ersetzt durch fortgeschrittene Techniken. Leider bleibt er als einzige hartnäckig festhalten am Kunstkopf System.

Maier bearbeitet die Samples für belauschen mit Kopfhörern. Leute die seine Sample Set kaufen empfiehlt er nachdrücklich dies ausschließlich mit Kopfhörern zu hören; nur eine Marke und Typ nach seinen Anforderungen.

Zwei Universitäten (Erasmus in Rotterdam und der Universität Leuven), zeigen jedoch, dass die Verwendung von Kopfhörern immer zu Gehörschäden führt. Es ist ein zwingender Grund nie einen Kopfhörer zu verwenden. Darüber hinaus will ein Organist, dass es Zuhörer gibt für seine Musik.

Die beste Alternative ist mit zwei Lautsprechern auf kurze Distanz und auf Ohrhöhe des Organisten zu hören. Ich habe die Samples wesentlich geändert, damit sie für Lautsprecher Wiedergabe angepasst sind.
Es ist zu einem gewissen Grad gelungen, aber wer von den Klangschönheit einer Schnitger-Orgel genießen möchte, kann es viel besser mit dem Sample Set das Sonus Paradisi erstellte von der Orgel in Zwolle.


Meine Bearbeitung von Steinkirchen habe ich in einem Buch beschrieben. Es ist gratis an zu tragen mit Erwähnung von der E-Mail Adresse und der vollständigen Postanschrift.
 
                                                          Senden Sie eine E-mail an:                 John Boersma

  Hauptwerk
 1. Quintadena        16‘
 2. Principal              8‘
 3. Rohr Flöt             8‘
 4. Octav                 4‘
 5. Nassat                3‘
 6. Octav                 2‘
 7. Gemshorn            2‘
 8. Sexqvialtera  2 fach
 9. Mixtur     4 - 6 fach
10. Cimbel         3 fach
11. Trompet             8’
  Nederlands
Arp Schnitger

Arp Schnitger kann zu Recht die beste norddeutschen Orgelbauer der Barockzeit genannt werden. Die meisten Orgeln wurden für Norddeutschland, sondern auch in den Niederlanden gebaut und vor allem in Groningen sind verschiedene Orgeln von ihm zu finden.

Die Musik der Barockzeit von Dietrich Buxtehude und Zeitgenossen wurden am besten dargestellt durch Klänge der Orgeln, die von Arp Schnitger gebaut wurden.

Der Organologen Cor Edskes und Harold Vogel machten eingehende Erforschungeen der Orgeln von Arp Schnitger und haben festgestellt, dass Arp Schnitger war der beste Nord-Deutsche Orgelbauer in der Barockzeit. Der Orgelbauer Jürgen Ahrend hat in Zusammenarbeit mit Cor Edskes vielen Schnitger-Orgeln restauriert und wieder entdeckte das Orgelmachen, das in den vergangenen Jahrhunderten verlorengegangen war.

Auch die Orgelbauer Albert Reil und Han Reil suchten zusammen mit Klaas Bolt nach der Kunst des Orgelbauens von Schnitger und kopierten als Studium Objekt eine Schnitger-Orgel. Kopieren war nicht das Ziel, sondern das Mittel zum Kapieren, das deutsche Wort für Verstehen. Auch in Ost- und Süd-Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien untersuchten sie die Orgeln der Barockzeit. Mit der neu gewonnenen Einsicht brachten sie die Kunst des Orgelbauens auf einer höheren Ebene und
Orgelbau Reil erstellte Orgeln mit auffallend bessere Eigenschaften als die historischen Orgeln. Ein Trend der noch immer von dem heutigen Management wird weitergeführt.

Bernhardt Edskes glaubt, dass Schnitger 300 Jahre her der Gipfelpunkt der Barockorgel Kunst erreicht hat und dass es nach Schnitger nie einen besseren Orgelbauer gegeben hat. Selbst hat er nicht versucht neue Wege zu finden, er kopiert nur Schnitger Orgeln. Darüber hinaus glaubt er, dass Bachs Musik am besten klingt, wenn es auf einer Orgel von Schnitger gespielt wird.

Seine Ansicht ist unrealistisch, in der Zeit des Barock gab es mehrere gute Orgelbauer. Heinrich Trost, Gottfried Silbermann und Zacharias Hildebrandt bauten Orgeln mit starken musikalischen Ausdruckskraft. Die Zacharias Hildebrandt-Orgel (1746) der Stadtkirche Naumburg (St. Wenzel) ist die Einzige ihrer Art weltweit, die nach den Klangvorstellungen von J.S. Bach entwickelt wurde. Bach war maßgeblich an der Planung beteiligt. Die Prüfung erfolgte durch Gottfried Silbermann, seines ehemaligen Lehrers und Johann Sebastian Bach und beide waren sich einig, dass die Orgel sehr gut gemacht war.

Die Unterschiede sind die Gegend der Orgelbauer abhängig und den musikalischen künstlerischen Wert in der Interaktion zwischen den Komponisten und den Erbauern der Musikinstrumente. Merkmal eines Organs ist Vielfalt, jede Orgel klingt anders, aber es gibt keine objektive Maßstäbe für Klangschönheit. Auch heute werden gute Orgeln nach neue Ideen entwickelt, die beweisen, dass ein Handwerk oder eine Kunstform nie ein Endstadium erreicht.


"Immer sollte ein Mensch seinen Schaffensdrang verwenden und werde er eine neue Welt entdecken mit einer unerwarteten Schönheit."
(Worte von Albert Reil)                                                  

  English
Martin Böcker lässt die Klänge pro Register hören und die CD ist ein gutes Hilfsmittel bei der Anpassung der Samples. Erhältlich bei:
             ORGELAKADEMIE STADE
                          Orgel CD   Nr. 40
Sample set einer Schnitger-Orgel

Die schönen Klänge von Schnitger sind vorzüglich aufgenommen und gespeichert in den Samples durch Jiri Zurek von Sonus Paradisi. Die Mikrofone hat er genau hingestellt wo der Organist sie in der Kirche auch hört als er am Spieltisch sitzt. Dort wird er inspiriert mit diesen Klängen zu musizieren.

Nach sorgfältige Untersuchungen an meiner Hauptwerkorgel und die Orgeln von Freunden erwies sich der Set von der Schnitger-Orgel in Zwolle der beste Set einer Orgel zu sein.

 

Michaelskerk
Rugwerk
Praestant 8’
Quintadena 8'
Roerfluit 8'
Octaav 4'
Fluit 4'
Quintfluit 3'
Superoctaav 2'
Sexquialtera II
Scherp IV
Cimbel III
Fagot 16'
Schalmey 8'
Arp Schnitger-orgel 1721 
                                        St. Michaelis-Kirche in Zwolle
                                    

Die Schnitger-Orgel in der Große oder St. Michaelis-Kirche von Zwolle ist einer der wichtigsten Orgeln des 18. Jahrhunderts. Die Orgel wurde im Jahre 1719 entworfen von Arp Schnitger (1648-1719), in diesem Jahrhundert der besten Orgelbauer im norddeutschen Gebiet.

Unter der Einfluss von neuen Techniken (Pneumatik und Elektrizität) geriet die Kunst des Orgelbauen in Verfall. Um 1930 entstand die "Orgelbewegung" eine Erkenntnis, dass man die alte Kunst neu entdecken musste. Kopieren von gut erhaltenen Orgeln aus früheren Jahrhunderten war die einzige Möglichkeit die verlorene Kunst des Orgelbaus und Orgelklangs neu zu entdecken. In allen Ländern waren die Orgelbauern auf der Suche nach historischen Beispielen, jedes Land hat seine eigene Orgelkultur und eigenen Klangvorzügen. 
Für die nördlichen Orgelklang waren die Orgeln, die Arp Schnitger gebaut hatte sehr geeignet.
Cor Edskes, Klaas Bolt und Harold Vogel haben eingehende Forschung getan. Jürgen Ahrend, Albert und Han Reil, Bernhardt Edskes haben Orgeln im norddeutschen Stil gebaut.

Arp Schnitger hatte in Hamburg großen Ruhm als Orgelbauer erworben. Er war auch in die Niederlande bekannt und hatte ein Werkstatt in Groningen. Die Orgel in der Martinikirche in Groningen ist keine echte Schnitger-Orgel. Allerdings hat Arp Schnitger 32 Fuß Pedaltürme gebaut plus einige Register.

Im Jahre 1718 wurde er durch den Stadtrat von Zwolle eingeladen ein Entwurf von einer sehr großen Orgel für die Grote St. Michaels-Kirche zu erstellen. Arp Schnitger bot der Rat der Stadt einen umfassenden Plan für den Bau einer viermanualige Orgel mit 64 Registern. Es war die größte Orgel, die Schnitger entworfen hatte und er erhielt den Auftrag diesen Plan auszuführen.

Der Bau der Orgel hat Schnitger nicht mehr selbst realisieren können, er starb im Jahre 1719. Seine Söhne Franz Schnitger und Johann Schnitger haben den Bau dieser Orgel fertiggestellt.

Bovenpositief
Praestant 8'
Holpyp 8'
Viola 8'
Quinta 6'
Octaav 4'
Holpyp 4'
Quinta 3'
Superoctaav 2'
Woudfluit 2'
Sifflet 1 1/2'
Tertiaan II
Scherp V
Viola di Gamba 8'
Trompet 4'
Hoofdwerk
Praestant 16'
Quintadena 16'
Octaav 8'
Roerfluit 8'
Octaav 4'
Speelfluit 4'
Nasaat 3'
Superoctaav 2'
Ruyschpijp II
Mixtuur VI
Cimbel III
Trompet 16'
Trompet 8'
Vox humana 8
'
Borstwerk
Fluitgedekt 8'
Praestant 4'
Roerfluit 4'
Spitsfluit 3'
Superoctaav 2'
Gemshoorn 2'
Quintanus 1 1/2'
Nachthoorn 1'
Sexquialtera II
Mixtuur III-IV
Dulciaan 8'
Regaal 8'
Pedaal
Praestant 16'
Subbas 16'
Octaav 8'
Holpyp 8'
Superoctaav 4'
Vlakfluit 2'
Mixtuur VIII
Fagot 32'
Basuin 16'
Trompet 8'
Trompet 4'
Cornet 2'