Bader-orgel  Walburgiskerk Zutphen

Nach der sehr erfolgreichen Leistung die Klänge der Schnitger-Orgel in Zwolle in einer Sample Set zu speichern, hat Jiri Zurek (Sonus Paradisi) auch die besondere Klänge der Bader-Orgel in Zutphen sehr erfolgreich festgelegt. Beide Sets sind sehr wertvolle Orgeln für Hauptwerk.

Orgelmakerij Gebr. Reil in Heerde hat im Zeitraum 1993-1996 eine gründliche Restaurierung durchgeführt. Hauptwerk, Rückpositiv und Pedal wurden so weit wie möglich zurückgebracht im Originalstaat von 1643.

Nur Pfeifen aus Blei

Es ist bemerkenswert, dass bei dieser Restauration festgestellt wurde, dass alle Pfeifen aus hergestellt waren. Blei aus dieser Zeit enthält chemische Zusätze, die den Klang positiv beeinflussen. Die schöne vokalen Klänge der Bader-Orgel werden mit Pfeifen aus Blei erzielt.

Jiri Zurek habe ich gebeten die Klänge so trocken wie möglich auf zu nehmen, so dass die Details nicht von den großen Nachhall der Kirche verwischt werden. Ich möchte die Klänge hören wie der Organist sie am Spieltisch in der Kirche hört.

Die Artikulation und den etwas rauschenden Klänge sind wunderbar festgelegt. Mit gut gewählten Einstellungen der Equalizer von Hauptwerk sind diese bei mir zu Hause ebenso gut hörbar als am Spieltisch in der Kirche.

Holzhey-Orgel  Weissenau 1787

Johann Nepomuk Holzhey, einer der großen Orgelbaumeister Süddeutschlands in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, erfährt in den letzten Jahren viel Beachtung. Seine Instrumente gehören dem Rokoko und der Klassik an, doch in seinen letzten Werken spürt man immer stärker den Einfluss romantischer Klangästhetik. Er war Zeitgenosse von Haydn und Mozart.

Mit Holzhey erfährt die klassizistische Orgel ihren Höhepunkt in Süddeutschland. Stärkste Impulse für sein Schaffen empfing er von Karl Riepp. Riepp dagegen pflegte den französischen Orgelbau. Unterschiedlicher konnten beide Stile nicht sein.

Holzheys Geniestreich war es, beide Stile zu verbinden und dadurch klanglich äußerst reizvolle Instrumente zu schaffen. Die Zeitgenossen staunten immer wieder, wie leise, aber auch wie mächtig seine Orgeln klangen.

Schnitgerklänge in der Magnuskirche
                              
                           in Anloo
(Drenthe Nld)


In der Magnus Kirche von Anloo befindet sich die Radeker & Garrels-Orgel im Jahre 1719 im Still von Arp Schnitger erbaut. Die Orgel ist wieder in den ursprünglichen Zustand restauriert von dem Orgelbauer Henk van Eeken in Herwijnen. Ein kleiner Teil der Pfeifen wurde durch einen Brand zerstört.

Für den historischen Klang sind vor allem die Acht - und Vierfuß Pfeifen sowie die Zungen wichtig. Zum Glück sind dies zum größten Teil noch Original. Ich weiß welche Pfeifen rekonstruiert werden, aber konnte beim Spielen keinen Unterschied feststellen.


Mit seinen Forschungen zur Prozess-Rekonstruktion (Göteborg Art Center) ist er vollständig gelungen den charakteristischen alten Klang zu reproduzieren und es gibt keinen Unterschied zwischen dem alten und dem rekonstruierten Pfeifen.  Ein gutes Vorbild für die Ausübung des Orgelbauersgewerbe in Spitzenqualität.        
                                   
Der Sample Set wird von Prospectum geliefert.
Arp Schnitger-orgel 1721   Zwolle

Im letzten Jahrhundert ist bewiesen, dass Arp Schnitger die Orgelbauer war, die in seiner Zeit den höchsten Grad der Vollkommenheit in der Kunst des Orgelmachen erreicht hat. Die Orgeln von Schnitger wurden bei der Suche nach die verlorene Kunst des Orgelmachens, nach den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, als das beste Beispiel dafür gesehen. Durch den Bau von neuen Orgeln im Stil von Schnitger konnte die Orgelwelt die nordeuropäische Klänge der Barockzeit kennenlernen und wurde einen tieferen Einblick erhalten für die Orgelkunst in diesem Gebiet.

Arp Schnitger baute 170 Orgeln, davon sind 110 komplett neu gebaut. Von den mehr als dreißig, die heute noch existieren, befindet sich den größten Anteil im Norden Deutschlands. Es gibt elf in Nord Niederlande, vor allem in der Provinz Groningen. Die Orgel der Martini-Kirche in Groningen ist kein Schnitger-orgel. Jedoch hat Arp Schnitger die 32 Fuß Pedaltürme und einige Register gebaut.

Die Orgel der Große oder St. Michaeliskerk in Zwolle ist entworfen von Arp Schnitger, sondern vollendet nach seinem Tod von seinem Sohn Franz Caspar und Johann Georg. 
Es ist ein viermanualige Orgel mit 63 Register und ist die größte Schnitger-Orgel.

Von Schnitger Orgeln sind nicht viele Sample-Sets erstellt und nur in einem einzigen Set wurden die Klänge richtig gespeichert. Das Sample Set, dass Jiri Zurek (Sonus Paradisi) in Zwolle hat hergestellt, gibt den schönen Klangfarben einer Schnitger-Orgel am besten wieder und somit ist:

          
            Zwolle das beste Sample Set einer Schnitger-orgel

Gottfried Silbermann-orgel in Zöblitz  (1742)   


Dieses besondere Sample Set von Prospectum gibt die Klänge in vier Kanäle wieder, die Aufnahmen hinten in der Kirche gehen über die Surroundkanäle. Die Silbermann-Orgel ist eine Barock-Orgel, mit breitlabierte Prinzipalen. Es lässt singende Klänge hören mit einer großen Obertonreichtum. Es ist bezeichnend für die Klänge von Gottfried Silbermann.

Gottfried Silbermann gab seinen Prinzipalen eine große Labiumbreite. Das Oberlabium steht gegenüber der Kernspalt nach vorne und das Windband ist nach außen gerichtet. Diese Faktoren wirken alle mit an einer starken Entwicklung von allen Obertönen, damit einen breitsingenden Klangcharakter entsteht. Der Klangreichtum ist so groß, dass Zungen nur wenig hinzufügen haben.

Der Charakter der Flöten ist dünn und klar, was deutet auf einer guten Entwicklung des dritten und fünften Obertons. Die Lautstärke des Grundtons wächst in den niedrigen Oktaven. Bei der Intonation habe ich diese präzis auf meinem Klangfeld abgestimmt. Die Klänge sind realistisch im Sample Set gespeichert, aber der Organist muss diese sorgfältig intonieren.

Heinrich Trost-Orgel in Waltershausen

In 1730 baute Heinrich Gottfried Trost eine große Orgel für die Evangelisch-Lutherische Stadtkirche in Waltershausen. Mit 47 Register plus 6 Transmissionen ist diese Orgel die größte Barockorgel Thüringens.  

Dokumentiert ist, dass Johann Sebastian Bach diese Orgel als auch der Trost-Orgel von Altenburg selbst gespielt hat und die Klängen von ihm beurteilt wurden, als die meist charakteristischste für seine Orgelwerke. Z.B. Bach möchte ein Violon Register im Pedal. Auch liebte er die Kombination Viola 8' und Viola 4'.

Die Klangfarben der Orgeln in Mitteldeutschland sind spielerischer, obertonreicher und abwechslungsreicher als der Norddeutsche Orgeln. Bach, geboren in Eisenach und auch seinen Wohn- und Arbeitsbereich war Mitteldeutschlands.

Ewald Kooiman hat dreimal die Orgel Werke von Bach integral aufgenommen und hatte eine Vorliebe für die Orgeln in der Mitte Deutschlands, einschließlich der Orgel Waltershausen und Weissenau. Auch Klänge mit französischen Einflüssen von Andreas Silbermann in Ebersmünster und sein Sohn Johann Andreas Silbermann in Arlesheim.
                                                                                   Trost-Orgel Waltershausen

Renaissance orgel
Choro primo
Principale 8’
Cimbale 2st. ½’
Mixtura 3 st. 1’
Superoctava 2’
Quinta maior 2 2/3’
Octava principale 4’

Choro secondo
Salicinale 8’
Copula maior 8’
Copula minor 4’
Quintadena 4’

Regal 8' (apart van
Choro 1 en 2)

Pedal
Superoctavasus 4’
Octavasus 8’
Subbasus 16’

Positiv
Copula 8'
Copula 4'
Fugara 4'
Principal 2'
Quinta 1 1/2'  
Octava 1'
                       

Verhältnis Klang und Akustik

Helmut Maier von OAM (Orgel-Art-Media) hat die Klänge von dieser Arp Schnitger-Orgel in den Samples gespeichert. Er nutzt ein altmodisch Stereo-System, wo die Mikrofone in einem Kunst-Kopf platziert sind. Die Rundfunk und Klang Studios haben dieser Technik in der Mitte des letzten Jahrhunderts verwendet, aber es wurde schon lange ins Museum verbannt.  Maier hat die Samples bearbeitet für das Belauschen mit Kopfhörern, was von ihm kräftig empfohlen wird.

Zwei Universitäten (Erasmus in Rotterdam und der Universität Leuven), zeigen jedoch, dass die Verwendung von Kopfhörern immer zu Gehörschäden führt. Es ist ein zwingender Grund nie einen Kopfhörer zu verwenden.

Die beste Alternative ist zwei Lautsprecher auf kurzer Distanz und auf der Höhe der Ohren des Organisten. Ich habe die Samples wesentlich geändert, damit sie für Lautsprecher Wiedergabe angepasst sind. Andere Lautsprecher sorgen für die Wiedergabe der Akustik.

Meine Anpassungen der Klänge habe ich in einem Buch gezeigt.         

  Nederlands
Smecno  Renaissance-orgel aus 1587

Die Renaissance-Orgel der heiligen Dreiheit-Kirche in Smecno (30 km westlich von Prag) ist die älteste in gutem Zustand erhaltene Orgel in der Tschechischen Republik. In 1587 erbaut von einem unbekannten Bauer. Jan Rusch von Litomerice 1775 hat bei einer umfangreichen Renovierungsarbeit eine kleine Barockchor-Orgel hinzugefügt. 

Dusan Doubek führte eine Rekonstruktion der Orgel im Renaissance-Stil aus. Die Schilder trugen die ursprünglichen Namen der Pfeifen die größtenteils original sind. Bei der Rekonstruktion sind die zu reparieren Pfeifen im gleichen Stil erstellt. Die Orgel lässt die ursprüngliche Renaissance Klang der Register hören.  

In den Jahren 2009-2010 ist die Renovierung der Orgel fortgesetzt. Der Barock-Chorpositiv blieb getrennt von der Renaissance-Orgel mit einem eigenen Manual und eigenen Registerzüge. Es befindet sich gegenüber der Hauptorgel und der Organist muss wählen ob er die Renaissance-Orgel oder Chor-Orgel spielt.

Die einmanualige Renaissance-Orgel ist auf zwei separaten Windladen gebaut worden. Die erste enthält nur die wichtigsten Chor und andererseits die Flöten. Mit Ventilen ist es möglich einer der Windladen zu muten. Sie können verwendet werden um die Register nach italienischem Stil zu verteilen in Choro Primo und Secondo Choro. So, es ist möglich, schnell vom Plenum-Klang auf die Flöten umzuschalten und es imitiert zwei Manualen.

Sonus Paradisi hat die Klänge gesampled in dry, wet und surround. Ich bevorzuge die DRY samples und der Lexicon MX 300 betreut einen perfekten Nachhall.

   English
Qualität der Sample Sets
Von vielen historischen Orgeln mit wertvollen musikalischen Eigenschaften sind die Klänge im Sample-Sets gespeichert. Die schöne Hinsz-Orgel der Bovenkerk in Kampen, die ich oft in der Kirche gespielt hatte war einst das erste Set, das ich habe auf einer Hauptwerkorgel kennenlernte. Kein Augenblick fühlte ich, dass ich die Hinsz-Orgel spielte, es gab mehr Hall als Klang zu hören. Die Bätz-Orgel des Doms in Utrecht wurde das zweite Beispiel von Klängen, die schlecht gesampelt wurden.  Es klingt als ob ich auf der einen Seite der Kirche sitze und die Orgel sich auf der anderen Seite befindet. Ein Musiker muss unbedingt sein Instrument auf kurzer Distanz spielen!  In der Kirche klingen beide Orgeln schön, aber die Sample Sets geben die Eigenschaften nicht wieder.

In der Kirche sitzt der Organist in der Nähe der Pfeifen und hört die Klänge sofort. Wenn die Klänge auf dieser Stelle aufgenommen werden, kann das Sampleset im Haus die Klänge wiedergeben wie der Organist sie in der Kirche erlebt hat. Die Klänge reflektieren in der Akustik und das wird getrennt von den direkten Klängen durch den Organisten wahrgenommen. Zuerst klingt den Ton und dann kommt den Hall. Diese Situation muss ein Sample Set übertragen, sondern an einer großen Anzahl von Sets ist der Reverb so stark, dass die direkte Klänge nicht übertragen werden. Auf dieser Seite die Sample-Sets, die eine gute Darstellung der Klänge ermöglichen.
Untermanual
Principal           8' 
Quintadena       8'
Rohrflöte          8' 
Octava            4'
Spitzflöte         4'
Quinta             3'
Octava            2'
Mixtur             IV
Cornet            III
Obermanual
Gedackt             8'
Rohrflöte            4'
Nasat                3'
Octava              2'
Tertia          1 3/5'
Quinta          1 1/2'
Sufflet               1'
Cimbel               II
Pedal
Subbass           16'
Octavbass         8'
Posaunenbass   16'
Hauptwerk
Principal          16’
Octav Principal  8’
Viol di Gamba    8’
Rohr Flöte        8’
Octava            4’
Spitz Flöte       4’
Quinta             3’
Octava            2’
Tertia
Mixtur        4 fach
Cymbel      3 fach
Cornet       4 fach
Fachott          16’
Trompete         8’
Oberwerk
Quintadena      16’
Principal           8’
Gedackt           8’
Quintadena       8’
Rohr Flöte        4’
Octava            4’
Nasat              3’
Octava            2’
Quinta       1 1/3’
SechstQuintraAltra
Sifflöt              1’
Mixtur       3 fach
Vox Humana     8’
Pedal
Gross Untersatz 32’
Principal           16’
Octaven Bass     8’
Quintadena        8’
Posaune           16’
Trompete           8’