Positif
Principal                        8’
Vóce umana                   8’
Bourdon                         8’
Flute douce                    8’
Flute céleste                  8’
Principal                        4’
Flute a fuseau                4’
Doublette                      2'
Larigot                     1 1/3’
Sesquilatera               2 st
Cymbale                    4 st
Doucaine                     16’
Cromorne                      8’
Bombarde en chamade  16’
Trompette en chamade   8’
Clairon en chamade        4’
Presbyterian Kirche Bellevue, Washington

Opus 3742
wurde 1995 für die First Presbyterian Church von Bellevue gebaut, als Teil eines neuen Kirchengebäudes für eine wachsende Gemeinde. Es ist ein Instrument, das im Allgemeinen repräsentativ und typisch für die Kirchenorgeln ist, die Casavant seit 1980 in den USA gebaut hat.

Mit den drei Tastaturen und einem gut besetzten Pedal bietet Opus 3742 die besten Klangfarben für eine amerikanische Kirche. Die Hauptorgel verfügt sowohl über Grundstimmen als auch Klangfarbenregister, die für Solostimmen und Chorbegleitung wichtig sind, sowie für Orgelkonzerte. Neben den Grundstimmen jeder Tastatur gibt es zusätzliche Klänge wie die horizontale Trompette-en-Chamade und die Chimes, die auch typisch für amerikanische Kirchenorgeln dieser Art sind.

Dass die Stilelemente auf unterschiedlichen Traditionen basieren, sieht man in unterschiedlichen Eigenschaften der Orgel. Ein repräsentatives Beispiel geben die drei verschiedenen Schwebestimmen des Organs:
Ein französisch-romantisch inspirierter Stil: Vox Céleste
Der italienische Stil des Principal Céleste: die Voce Humana
Der amerikanische Stil der Flute Céleste, deren älteste Beispiele in Orgeln von Murray Harris und Ernest Skinner zu finden sind. Dass diese verschiedenen Elemente in derselben Orgel nebeneinander existieren, ist typisch für eine Orgel im amerikanischen Stil.

Obwohl die Aufgabe der Kirchenmusik im Vordergrund der Gestaltung dieser Orgel steht, wie bei den meisten amerikanischen Kirchenorgeln dieser Größe und Stil, kann die Orgelliteratur aus fast allen Epochen und Nationalitäten authentisch interpretiert werden. Viele amerikanische Kirchenmusik im 20. Jahrhundert geschrieben, vor allem seit 1960 wurde speziell für Orgeln in diesem Stil konzipiert.

Der Sample Set dieser Orgel ist gemeint um sich mit dem amerikanischen Stil vertraut zu machen. Deswegen wird den Preis niedrig gehalten:
                                                    193 Euro inkl. MwSt.

                                                           Sonus Paradisi
Grand d' orgue
Violonbasse                16’
Montre                        8’
Violon                         8’
Flute a cheminée          8’
Flute harmonique          8’
Prestant                      4’
Flute ouverte               4’
Quinte majeure       2 2/3‘
Doublette                    2‘
Cornet                       3st
Fourniture               4-5st
Bombarde                  16’
Trompette                   8‘
Clairon                        4’
Trompette en chamade  8’

Chimes
(Glockenspiel)
Vortreffliches Sample Set

Es gibt zwei Kriterien für die Bewertung eines Sample Set:
1. Die Orgel muss einen einzigartigen Charakter haben mit Klängen, die so     besonders sind, dass sie etwas hinzufügen
2. Die Klänge müssen auf kurzen Abstand von den Pfeifen aufgenommen     werden, so dass der Charakter jedes Registers im Sample festgelegt wird

Der heutige Orgelbau in Europa basiert auf gut erhaltenen historischen Orgeln. Oft an wechselnde Strömungen angepasst, aber nach einer Neuausrichtung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts konnten verantwortungsvolle Restaurationen durchgeführt werden. Die gleichen Standards wurden auch für neue Orgeln verwendet. Im Großen und Ganzen gibt es keine großen Unterschiede zwischen den in Nordeuropa gebauten Orgeln.

Schweizer und französische Organisten, die neben ihren Konzerten in europäischen Ländern auch Konzerten in Amerika spielten, waren begeistert vom großen Klangreichtum der amerikanischen Orgeln. Der Orgelbau ist dort weniger traditionell, mehr auf viele Register mit subtilen Unterschieden fokussiert. Diese Orgel hat eine so große Anzahl einzigartiger Klangfarben, dass ich mit jedem Spiel neue Kombinationen entdecke. Überraschend sind die wechselnden Pfeifenklänge und Glockenspiel.

Pedale
Soubasse                     32’
Bourdon                       32’
Contrebasse                 16’
Montre                         16’
Soubasse                     16’
Violonbasse                  16’
Bourdon                       16’
Octavebasse                  8’
Flute bouchée                8’
Flute a cheminée            8’
Octave                          4’
Theorbe                      3st
Mixture                       5st
Contre trombone          32’
Trombone                   16’
Bombarde                   16’
Basson                       16’
Doucaine                    16’
Trompete                     8’
Clairon                        4’
Hautbois                      4’
Trompette en chamade  8’
Clairon en chamade       4’
Nederlands
   English
Casavant Frères Orgelbauer

Casavant Frères ist der größte Orgelbauer in Kanada und im Norden der USA ist Casavant Fréres. Gegründet 1879 von zwei Brüdern: Claver und Samuel Casavant, Söhne des Orgelbauers Joseph Casavant. Sie gründeten das Unternehmen in Saint Hyacinthe, Québec.

Beide Brüder erlernten den Beruf bei Aristide Cavaillé-Coll und bauten ihr Wissen bei anderen Orgelbauern in Europa weiter aus. Nach ihrer Rückkehr nach Kanada bauten sie eine große mechanische Orgel mit vier Tastaturen für die Notre-Dame-Kirche in Montréal. Die damaligen Organisten betrachteten das Instrument als eine großartige Leistung und es wurde zum Maßstab für die Kunst des Orgelbaus.

Orgelbau Casavant hat seitdem Hunderte von Orgeln weltweit gebaut. Die Größe dieser Instrumente variierte erheblich, von kleinen Positiven mit wenigen Registern bis zu riesigen Domorgeln und Konzertsaalorgeln hin. Der Klangstil und die mechanische Struktur der Orgeln veränderten sich durch die verschiedenen Vorstellungen, die im 20. Jahrhundert stattfanden. Der aktuelle Stil von Casavant Orgelbau ist basiert auf dem Wissen vor allem französischer historischer Orgeln und der Realisierung einer sehr breiten Klangpalette.

Recit
Bourdon                      16’
Diapason                     8’
Flute majeure              8’
Viola de gambe            8’
Voix celeste                8’
Octave                       4’
Flute a cheminée         4’
Nasard                  2 2/3’
Quarte de nasard         2’
Tierce                   1 3/5’
Piccolo                       1’
Plein jeu                 5 st
Basson                      16’
Trompette                   8’
Hautbois                     8’
Voix humaine              8’
Clairon                       4’

Trompette en chamade 8’
 
Klänge des Sample Sets

Die Orgelwerkstatt befindet sich im französisch orientierten Teil Kanadas und das ist in den Namen der Register zu sehen. Die Basis war der Stil von Cavaillé Coll, aber der Charakter jedes Registers ist besser entwickelt. Die Flötenregister weisen deutliche Unterschiede auf, wobei der Beginn eines Tons und der Aufbau zu voller Stärke eine gewisse Stimmung hervorruft. Der Organist kann auf Wunsch eine Stimmung  wählen. Diese Unterschiede finden sich auch in Viola-Klängen und im Zungen.

Der Montre ist das Hauptregister, der Klang ist eng mit dem Europäischen Prinzipal verbunden. Färbung ist möglich, indem die Flöte Harmonique, die Bourdon oder die Viola hinzu gewählt werden.

Die Tonfarben der Zungen sind schöne Solostimmen, verschmelzen aber auch gut mit den Labialregistern. Auffallend ist der eigene Charakter jedes Zunge. Wo in europäischen Orgeln die Charaktere oft nah beieinander liegen, haben diese Stimmen, wie die Flöten, einzigartige Unterschiede. Wenn ein Organist eine bestimmte Stimmung sucht, um genau zu zeigen was er ausdrücken möchte, bietet diese Orgel viele Möglichkeiten.

Die Flöten haben einen angenehmen Klangfluss von einem samtartigen Bass zu einem klaren, aber dennoch runden Klang in den Höhen. Ein abwechslungsreicher Einsatz der Vier-Fuß-Flöten lässt subtile Unterschiede zu.

Das Glockenspiel gibt eine zusätzliche Dimension.

Der Plenumsklang ist majestätisch und doch transparent. Der Klangreichtum dieses Sample Sets ist außergewöhnlich. Jeden Tag gibt es neue Kombinationen zu finden.

Natürlich müssen diese Samples auch auf den Lautsprechern der Orgel intoniert werden. Im Handbuch Hauptwerk wird detailliert beschrieben, wie ein Organist es selbst machen könnte. Im Sample Set dieser Casavant-Orgel kann dies mit der Quick-Methode sehr gut gemacht werden, wobei der Master-Linienregler das gesamte Register anpasst. Aufgrund der großen Gleichmäßigkeit der Samples gibt es pro Taste nur wenig zu korrigieren.